Wer sind wir? Was machen wir?

Die Mitgliedsunternehmen

Die Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V. zählt als bundesweit tätiger Fachverband bedeutende Dienstleistungsunternehmen für die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heiz-, Warm- und Kaltwasserkosten zu ihren Mitgliedern. Wenn es um die verbrauchsabhängige Abrechnung geht, repräsentieren die in der Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V. zusammengeschlossenen Unternehmen einen herausragenden Anteil des deutschen Marktes.

Die Unternehmen

– BFW Werner Völk GmbH, Gräfelfing/München;
– Brunata-Metrona Gruppe mit Sitz in Hamburg, Hürth und München;
– EAD, Stephanskirchen;
– Ista, Essen;
– KALORIMETA GmbH, Hamburg;
– Minol Messtechnik, Leinfelden-Echterdingen;
– Techem, Eschborn

haben nahezu 16 Millionen Wohnungen mit Geräten zur Verbrauchserfassung von Heizwärme, Warm- und Kaltwasser ausgestattet. Damit betreuen die im Verband zusammengeschlossenen Unternehmen mehr als jede dritte Wohnung in Deutschland. Zur Verbrauchserfassung werden je nach Medium z.B. Heizkostenverteiler, Wärmezähler oder Wasserzähler installiert. Die Unternehmen lesen alljährlich die Erfassungsgeräte ab und erstellen die verbrauchsabhängige Kostenabrechnung für jede einzelne Nutzeinheit.

Die verbrauchsabhängige Abrechnung fördert den sparsamen Umgang mit Energie!

Energiepolitisches Ziel der Bundesregierung ist es, über die Heizkostenverordnung Mieter und Wohnungseigentümer gleichermaßen zu einem sparsamen und rationellen Umgang mit Energie zu motivieren. Denn über 90% der in den Haushalten verbrauchten Energie entfällt auf die Raumwärme und die Warmwasserbereitung. Dies entspricht fast einem Viertel unseres Endenergieverbrauchs. Es geht also aus gesamtwirtschaftlicher Sicht um die Nutzung eines erheblichen Energieeinsparpotentials.

Trinkwasser

Aber auch zur Einsparung von Trinkwasser tragen die Mitgliedsunternehmen durch ihren umfassenden Service bei. Der Wohnungswasserzähler – heute nach fast allen Bauordnungen der 16 Bundesländer gefordert und zum Teil auch für Altbauten vorgeschrieben – ist ein absolutes Muss für den Energiesparer. Denn Trinkwasser ist unser höchstes Gut. Wasser ist der Grundstein allen Lebens. Trinkwasser wird heute zumeist noch immer unreflektiert verbraucht und in Maßen verschwendet, wie es nach Meinung von Ökologen nicht länger vertretbar erscheint.

Trinkwasser wird mit großem Energieaufwand aus natürlichen Wasservorkommen (Flüsse, Talsperren, Grundwasser) gewonnen, aufbereitet und in die öffentlichen Netze eingespeist.

Der größte Teil unseres Trinkwassers stammt jedoch aus einer anderen Form der Wiederaufbereitung, aus Kläranlagen. Diese Form der Wasseraufbereitung erfordert einen großen Energieaufwand. Kein Wunder, daß die kommunalen Abwassergebühren sich allenthalben zum öffentlichen Ärgernis entwickelt haben. Seit Beginn der 90er Jahre sind sie im Durchschnitt um 40% gestiegen.

Wie kann man diesem Problem entgegentreten?

Ökologen und Ökonomen sind der Auffassung, dass Abhilfe für die Verschwendung des Trinkwassers die verbrauchsabhängige Kaltwasserabrechnung schaffen kann. Man schätzt ein erreichbares Einsparpotential von 20% allein im privaten Bereich. Die Deutschen verbrauchen im Durchschnitt 135 Liter Frischwasser pro Person und Tag. Bei einer Bevölkerungszahl von mehr als 80 Mio. kommt da eine schwindelerregende Trinkwassermenge zusammen – mehr als 11 Mio. m3 (1,104 · 1010 Liter) werden in deutschen Haushalten täglich verbraucht. 20% Einsparung, d.h. mehr als 2 Mio. m3 pro Tag könnten weniger verbraucht werden.

Die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V.

Viele gesetzgeberische Aktivitäten erforderten einen Zusammenschluss der in der Branche tätigen Dienstleistungsunternehmen, um die Initiativen der Legislative aus Sicht der Praxis begleiten und in realistisch praktikable Bahnen lenken zu können. Auch die Normen auf dem Gebiet der Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung, die für den Fortschritt technischer Entwicklungen notwendig sind, konnten durch die gemeinsame Arbeit im Verband besser gefördert und verwirklicht werden.

Der Verband – damals noch mit der Bezeichnung Arbeitsgemeinschaft Heizkostenverteilung – wurde am 30. Mai 1978 gegründet. Er blickt damit bereits auf eine über 40 jährige Tradition zurück.

Die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V. ist heute um so notwendiger, als das Gesetzeswesen und auch die Normenlandschaft immer komplizierter und undurchsichtiger werden. Einen großen Anteil daran haben auch die Brüsseler “Eurokraten”, die dieses Dickicht immer undurchschaubarer werden lassen.

Die Verbandsgeschäftsstelle in Bonn koordiniert und fördert als unabhängige Stelle die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder. Sie begleitet relevante Gesetzes- und Verordnungsinitiativen auf Länder- und Bundesebene. Ebenso wirkt sie mit bei der Gestaltung von technischen Standards und Richtlinien auf nationaler und internationaler Ebene (DIN, PTB, CEN).

Die Geschäftsstelle steht in engem Kontakt zur Bundesregierung, zu den Fraktionen des Deutschen Bundestages und zu den Regierungen der 16 Bundesländer. Sie unterhält freundschaftliche Beziehungen zu anderen Verbänden und sucht die Zusammenarbeit bei der Lösung verbandsübergreifender Fragestellungen.

Die Heizkostenabrechnung

Seit Mai 1986 gibt der Verband eine Fachpublikation mit dem Titel “Die Heizkostenabrechnung” heraus.

Die Heizkostenabrechnung erscheint bereits im 21. Jahrgang mit 8.000 Exemplaren und hat sich ihren festen Platz unter den Fachpublikationen gesichert. Sie behandelt vorrangig juristische Fragen rund um das Thema Heizung, Energieeinsparung und Wasserkostenabrechnung. Technische Beiträge runden das Bild ab.

Unser Periodikum ist mit Berichten, Fakten, Analysen und Urteilen für Hauseigentümer und Mieter gleichermaßen zu einem wichtigen und viel beachteten Forum rund um das Thema geworden. Mehr als 3.000 Exemplare gehen in die neuen Bundesländer, in denen die Heizkostenverordnung seit dem 1. Januar 1991 Gültigkeit hat.